OnlyFans Kosten & Gebühren

OnlyFans wirbt mit 80 % Auszahlung — in der Praxis ist die Rechnung etwas komplexer. Hier siehst du, welche Kosten wirklich entstehen und was am Ende auf deinem Konto ankommt.

Die Plattform-Gebühr

OnlyFans behält 20 % von jedem Umsatz ein — egal ob Abo, PPV, Tip oder Custom Content. Diese Gebühr ist transparent und wird direkt bei der Auszahlung verrechnet. Aus 1.000 € Umsatz werden also 800 € Auszahlbetrag (vor weiteren Kosten).

Zahlungsdienstleister & Umrechnung

OnlyFans rechnet intern in US-Dollar ab. Wenn du dir per SEPA-Überweisung auf ein Euro-Konto auszahlen lässt, fällt eine Umrechnungsspanne an — je nach Marktlage und Bank sind das zwischen 0,5 % und 2 %. Bei Auszahlungen über Paxum oder ähnliche Dienste können zusätzliche Bearbeitungsgebühren von 1–3 € pro Auszahlung entstehen.

Umsatzsteuer

In Deutschland gilt für Selbstständige mit Sitz im Inland grundsätzlich Umsatzsteuerpflicht, sofern du kein:e Kleinunternehmer:in bist. Da OnlyFans in Großbritannien sitzt, greift bei vielen Konstellationen das Reverse-Charge-Verfahren — die Umsatzsteuer wird nicht auf deiner Auszahlung ausgewiesen, muss aber in deiner Buchhaltung berücksichtigt werden. Details klärst du am besten mit einem Steuerberater; unser Steuer-Ratgeber gibt einen Überblick.

Laufende Ausgaben

Neben den plattform-seitigen Kosten hast du eigene Ausgaben: Outfits und Requisiten, gelegentlich Studio- oder Location-Kosten, ein Cloud-Speicher für dein Rohmaterial, Software für Bildbearbeitung, sowie Werbekosten (z. B. Shoutouts, Ads, Traffic-Plattformen). Rechne realistisch mit 200–800 € pro Monat, je nach Ambition.

Einmalige Investitionen

Kamera, Ringlicht, Mikrofon, Stativ und Beleuchtung schlagen anfangs mit 300–1.500 € zu Buche. Vieles kannst du gebraucht kaufen und musst nicht am ersten Tag alles haben. Wichtig ist ein solides Setup, das dir konstant gute Ergebnisse liefert — Perfektion kommt später.

Was übrig bleibt

Als Faustregel: Von 100 € Umsatz auf OnlyFans landen — nach Plattform-Gebühr, Umrechnung und laufenden Kosten — netto etwa 60–70 € auf deinem Konto. Nach Steuern hängt das Ergebnis von deiner persönlichen Situation und deiner Rechtsform ab. Wer mit einer Agentur wie Candy Creator arbeitet, tauscht einen Teil des Umsatzes gegen professionelles Chat-Management, Content-Strategie und Wachstum — was in der Regel ein Vielfaches an zusätzlichem Umsatz bringt.